Wie sicher ist die Dropbox?

Die Dropbox hat sich zu einem beliebten und praktischen Speichermedium entwickelt, denn immer mehr Menschen nutzen eine Dropbox, um dort Dateien und Dokumente abzulegen. Alle, die berechtigt sind die Dropbox zu nutzen, können sich dann diese Dokumente aus der Box holen, sie nach Belieben bearbeiten und sie anschließend wieder in der Dropbox ablegen. Ohne die Dropbox wäre das Homeoffice nicht möglich, denn keiner muss mehr Zeit verschwenden und wichtige Unterlagen als Anhang an eine Mail versenden. Aber die Dropbox hat nicht nur positive Eigenschaften, der Cloud-Speicher hat Sicherheitslücken und jeder, der sich für die Dropbox entscheidet, sollte sich im Vorfeld über die möglichen Risiken informieren.

Welche Gefahren birgt die Dropbox?

Es ist noch nicht lange her, da fühlten sich die Benutzer einer Dropbox sicher und auch die Anbieter wurden nicht müde, auf die Sicherheit des praktischen Dienstes hinzuweisen. Jetzt stellte sich jedoch heraus, dass die Dropbox lange nicht so sicher ist, wie geglaubt, denn einfache Tests haben bewiesen, wie einfach es ist an die Dinge zu kommen, die in einer Dropbox vermeintlich sicher aufbewahrt werden. Im Rahmen dieser Tests reichte eine einfache Suche bei Google aus, um tausende von Fotos, Videos und Unterlagen einzusehen und das ganz ohne professionelle Kenntnisse, wie sie ein Hacker hat. Die Zeitung „Die Welt“, die die Dropbox unter die Lupe nahm, ist der Ansicht, dass die Struktur der einzelnen Ordner an den Sicherheitslücken schuld ist.

Die Lücken im System verbergen sich vor allem in den beiden Ordnern „Photos“ und „Public“, die jeder, der mit der Dropbox arbeitet, auch standardmäßig nutzt. Bisher ist man von der Betreiberseite davon ausgegangen, dass die Dokumente und Fotos, die in den Ordnern hinterlegt sind und nur von einem Nutzer des Zugangs an einen anderen Nutzer verschickt werden, auch nur für diesen Nutzer zugänglich sind. Die Tests, die jetzt gemacht werden, haben das allerdings widerlegt. Bei vielen Fotos, die sehr privater Natur waren, muss man davon ausgehen, dass der Nutzer nicht möchte, dass sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Trotzdem ist es im Rahmen der Tests gelungen, auch diese ganz privaten Ordner zu öffnen.

Die Nutzung der Dropbox optimieren

Natürlich wurden die Anbieter nach dem verheerenden Testergebnis gefragt, was sie ändern wollen, damit es nicht mehr zu so eklatanten Sicherheitslücken kommt, aber bislang sind sie eine Antwort schuldig geblieben. Nutzer haben sich deshalb selbst Gedanken darüber gemacht, wie die Dropbox sicherer werden kann. Um der Gefahr des Diebstahls der Daten effektiv zu begegnen, sollte man nach Möglichkeit vermeiden, die Dokumente zu kopieren, die sich in den beiden Ordnern befinden. Man kann die Ordner auch ohne Probleme und ohne großen Aufwand löschen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden.

Jeder Nutzer kann einen eigenen Ordner anlegen und einstellen, sollte diesen Ordner dann aber nicht als privaten Ordner kennzeichnen. Aber nicht nur die Ordner bergen Gefahren, auch wenn es um das Postfach des E-Mail Zugangs geht, dann kann es ebenfalls gefährlich werden, warnen Experten.

Vorsicht vor falschen Mails

Im Netz sind Hacker unterwegs, die Kopien von der Hauptseite der Dropbox im Netz erstellen, und diese gefälschten Mails werden dann an die Nutzer der Dropbox verschickt. Der Nutzer wird dann aufgefordert, seine Daten für den Zugang einzugeben und wenn das geschieht, dann werden dem Hacker Tür und Tor zu persönlichen Dokumenten und Fotos geöffnet. Nutzer der Dropbox sollten es daher vermeiden Links zu öffnen und daran denken, dass die Betreiber der Cloud-Dienste niemals mit einer Mail nach ganz persönlichen Daten fragen.

Es gibt aber auch Helfer, die die Daten in der Dropbox schützen und zu diesen Helfern gehört unter anderem auch das Programm BoxCryptor, das immer, wenn Dokumente hochgeladen werden, diese Dokumente verschlüsselt.

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Maik Justus