Im Urlaub mit Bitcoins bezahlen

Im Urlaub mit Bitcoins bezahlen

Es ist noch gar nicht lange her, da wurde die erste Kryptowährung namens Bitcoin mit kritischen Blicken betrachtet. Nachdem ihr Wert im Dezember des Jahres 2017 überraschend auf fast 20.000 US-Dollar lag, erfolgte ein deutlicher Imagewandel. Dafür sorgten auch die zahlreichen Berichte über einige Menschen, die damals zu Millionären wurden. Das digitale Zahlungsmittel machte danach viele Höhen und Tiefen durch, trotzdem stieg die Zahl der Krypto-Liebhaber stetig an.

Fantastischer Jahresbeginn für den Bitcoin

Seit sich namhafte Unternehmen wie Tesla, Inc., das 1,5 Milliarden Dollar in die Kryptowährung anlegte, Mastercard und Co. für den Bitcoin interessieren, überstieg die virtuelle Währung sogar Anfang 2021 die Grenze von 40.000 US-Dollar. Ebenso wie in Bitcoin investieren mittlerweile viele Privatanleger auch in andere Kryptowährungen, die wie Pilze aus dem Boden schossen. Trotzdem spielt noch immer das erste virtuelle weltweit die Hauptrolle unter den digitalen Coins. Reiselustige Freunde der Kryptos stellen sich oft die Frage, wie deren deutschlandweite und globale Verbreitung aussieht.

Wo kann man in Deutschland mit Bitcoins zahlen?

In den Anfangszeiten der ersten Kryptowährung wurde die vermutlich teuerste Pizza unserer Erde für 10.000 Bitcoins ausgeliefert – allerdings waren sie damals noch nicht sehr wertvoll. Wer heute Essen für zu Hause bestellen und mit virtuellem Geld zahlen möchte, ist bei Lieferando.de willkommen.

Abitsky.com bietet die Möglichkeit, alles, was in Verbindung mit Reisen steht, mit Bitcoins zu finanzieren. Das reicht von Mietwagen über Unterkünfte jeder Art bis zu Flügen.

Eine Seltenheit stellt der Berliner Shopin-Bit.de dar: Dort können Kunden Smartphones, Computer und vieles mehr ausschließlich mit Kryptowährungen, darunter Bitcoin, Dash und Monero bezahlen.

Beim in Frankfurt gegründeten Unternehmen Bitdials.eu mit Firmensitz in der Schweiz und Lager sowie Versand in der Rhein-Main-Metropole lassen sich in erster Linie Luxusuhren mit Bitcoins erwerben.

Deutsche Ladengeschäfte ausfindig machen

In Deutschland gibt es mittlerweile auch verhältnismäßig viele Offline-Geschäfte und Gastronomiebetriebe, in denen Kunden mit Bitcoins und Co. ihre Rechnung begleichen können. Berlin gilt als echtes Mekka für Anhänger von Kryptowährungen. Ein empfehlenswertes Portal zum Auffinden von derartigen Läden, Cafés und Restaurants ist Coinmap.org. Die dortige Weltkarte sorgt für einen guten Überblick.

Akzeptanz von Bitcoins weltweit

Insbesondere in Westeuropa gibt es verhältnismäßig viele Akzeptanzstellen, beispielsweise in der Gastronomie, in Geschäften sowie im Dienstleistungssektor. Dies gilt vor allem für die Niederlande, Liechtenstein und Malta. Eine herausragende Anzahl von mehr als 100 kryptofreundlichen Händlern beherbergt die niederländische Stadt Arnhem, was ihr den Zweitnamen Bitcoin-City verschaffte.

Die Schweiz bietet in Sachen der digitalen Währung etwas Besonderes: Sie lässt sich an Automaten, die bereits in einigen Städten platziert sind, erwerben. In Osteuropa sieht es dagegen deutlich schlechter aus, nur wenige Länder nehmen Anteil an der Bitcoin-Entwicklung. Im Mittelmeerraum weist Israel die höchste Akzeptanz auf.

Eine gute Abdeckung findet sich in Australien, Neuseeland und Nordamerika. Gleiches gilt für die afrikanischen Staaten Kenia, Nigeria, Südafrika sowie Zimbabwe. In Mittel- und Südamerika, die mit der Digitalisierung im Vergleich zu westlichen Ländern hinterherhinken, ist die Verbreitung von Bitcoins äußerst gering.

Wer in Asien seinen verbringt, hat überdurchschnittlich viele Möglichkeiten, mit den Kryptos zu bezahlen. Der größte Kontinent unserer Erde gilt sogar als Vorreiter in Bezug auf virtuelle Gelder. Die Nase vorn hat Japan, gefolgt von Südkorea, Taiwan, Thailand sowie Malaysia.

Offizielles Verbot von Bitcoins

Zum Beispiel in Afghanistan und Algerien sind die Coins als Geldersatz offiziell verboten.

Schlussbemerkungen

Wirft man einen Blick auf die weltweite Verbreitung der Bitcoins, fällt die Entwicklungsarmut in ländlichen Regionen auf. Sie konzentriert sich rein auf große Wirtschaftszentren und Hauptstädte, was durch die hohen Bevölkerungszahlen leicht erklärbar ist. Während in zahlreichen Ländern Kryptowährungen ausschließlich geduldet werden, sind sie in Japan, Deutschland sowie den USA von den Finanzministerien als offizielles Zahlungsmittel anerkannt.

Experten gehen davon aus, dass die kontaktlose Bezahlung über Apps eine immer größere Rolle spielen wird. Sie trägt zu einer Vereinfachung der weltweiten Geldflüsse und sichereren Honorierung bei. Darüber hinaus lassen sich mit ihr Schwierigkeiten beim Wechselkurs umgehen. Positiv ist der kontinuierliche, internationale Anstieg der Akzeptanzstellen. Trotzdem wird davon ausgegangen, dass Bargeld niemals von den virtuellen Alternativen gänzlich abgelöst wird.

Bild: @ depositphotos.com / liukov

Gabi Kruse