Was bedeutet der Klimawandel für die Malediven?

Was bedeutet der Klimawandel für die Malediven?

Schon vor einiger Zeit war in den Schlagzeilen zu lesen: „Die Malediven gehen unter“. Das war lange, bevor der Klimawandel das alles beherrschende Thema wurde. Wie gefährlich ist die Situation aber wirklich? Was bedeutet der Klimawandel für die Malediven? Steht den Inselbewohnern bald im wahrsten Sinne des Wortes das Wasser bis zum Hals? Fakt ist, dass mit dem Ansteigen des Meeresspiegels auch die Gefahr für die Insel der Malediven stetig ansteigt. So wird der Klimawandel für die Malediven ein Wettlauf gegen die Zeit.

Wenn der Traum zum Albtraum wird

Die Inseln der Malediven gelten schon sehr lange als eines der letzten Paradiese auf dieser Erde. Traumhaft schöne Strände, herrliche Korallenriffe, wunderschöne Hotelanlagen auf Atollen machen die Inseln im Indischen Ozean zu einem der attraktivsten Ferienziele weltweit. Aber die Malediven haben große Sorgen, die jeden Tag buchstäblich weiter steigen. Als der amerikanische Präsident Donald Trump das Pariser Klimaabkommen einseitig aufgekündigt hat, ist der Klimawandel für die Malediven bittere Realität geworden. Seit Jahren kämpft die Regierung des Landes für ein Umdenken in der Klimapolitik und weist immer wieder darauf hin, dass der Klimawandel für die Malediven eine große Gefahr bedeutet. Die Malediven liegen nur knapp 1,50 Meter über dem Meeresspiegel, was die Lage drastisch verschlimmert.

Land unter Wasser

Schon vor zehn Jahren war der Klimawandel für die Malediven ein Thema. Wenn es mit der Erwärmung der Erde in diesem Tempo weitergeht, dauert es nach Meinung von Experten nicht mehr lange und die traumhaft schönen Inseln liegen nicht mehr im Wasser, sondern darunter. Bereits 2009 gab es eine Konferenz zum Thema Gefahren durch den Klimawandel für die Malediven, die bezeichnenderweise unter Wasser stattfand. Bis heute stehen die Inseln ganz weit oben auf der Liste der Länder, für die der Klimawandel eine Existenzbedrohung darstellt. Die kleinen Inseln im Pazifik und im Indischen Ozean sind besonders gefährdet. Der größte Teil der Infrastruktur und der sozialökonomischen Aktivitäten dieser Inseln sind entlang der Meeresküste zu finden, nicht selten direkt auf Höhe des Meeresspiegels. Wird die Küste weiter abgetragen, kommt es immer wieder zu Überflutungen und zu eindringendem Salzwasser, was für diese Inseln ein ernsthaftes Problem darstellt.

Bedroht sind viele

Wenn die Malediven oberhalb des Meeresspiegels bleiben sollen, ist ein Handeln im Sinne des Klimaabkommens von Paris unverzichtbar. Der Ausstieg der USA bedeutet zudem für die Inseln eine große Gefahr, da Amerika ein wichtiger finanzieller Beschützer war. Der Klimawandel und der Anstieg des Meeresspiegels bedeutet vor allem für die kleinen Inseln eine hohe finanzielle Belastung, die sie allein kaum tragen können. Die Malediven sind nicht als einziges Land von der kontinuierlichen Erderwärmung betroffen. Auch Länder wie Australien und sogar die italienische Lagunenstadt Venedig haben mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen.

Fazit

Anders als Australien können sich die Malediven den Klimawandel aus wirtschaftlichen Gründen nicht leisten. Sie sind aber auch nicht in der Lage, ihn nicht verhindern und müssen dabei zusehen, wie das Wasser stetig weiter steigt. Zusammen mit anderen Inselstaaten im Pazifik und im Indischen Ozean kämpfen die Malediven dafür, dass ihnen die Welt endlich Gehör schenkt. Ihr Anliegen ist, dass so einzigartig schöne Orte wie die Inseln der Malediven auch weiter ein kleines Paradies bleiben.

Bild: © Depositphotos.com / PantherMediaSeller

Ulrike Dietz