Goodbye Mr. Bean – warum Rowan Atkinson Abschied nimmt

Er war gemein, hinterlistig, herrlich skurril und sehr, sehr komisch – Mr. Bean, der Mann, der es immer wieder schaffte, sich in die verrücktesten Situationen zu manövrieren. Zwischen 1989 und 1995 eroberte Mr. Bean zuerst das Fernsehen und dann in zwei Filmen auch die Kinoleinwand. Jetzt muss Mr. Bean sterben, denn sein Schöpfer, der britische Schauspieler Rowan Atkinson möchte sein Alter Ego nicht mehr spielen.

Zu alt

Der Grund, warum Rowan Atkinson Abschied von Mr. Bean nimmt, ist einfach, er fühlt sich schlicht und einfach zu alt. Er würde das zwar niemals zugeben, aber im Gegensatz zu Mr. Bean altert der Brite und jetzt mit 56 Jahren, wird es Zeit, Mr. Bean zu beerdigen. So sagte es der Schauspieler zumindest der Zeitung „Daily Mail“, der er eines der seltenen Interviews gegeben hat. Rowan Atkinson geht sogar noch einen Schritt weiter, denn er hält sich selbst für unqualifiziert, um weiter in die Rolle des Mr. Bean zu schlüpfen.

Ein Zufallserfolg

Eigentlich sollten die Geschichten um Mr. Bean nur 14 Folgen umfassen, aber dann kam die „Goldene Rose von Montreux“, einer der wichtigsten Preise, die es in der Unterhaltungsbranche gibt. Gleich dreimal wurde Rowan Atkinson für seine Rolle als Mr. Bean ausgezeichnet. Das war 1990 und es wurde den Produzenten sehr schnell klar, dass Atkinson noch mal zu Mr. Bean werden musste. In England war Mr. Bean ein ebenso großer Erfolg wie auch in anderen europäischen Ländern, vor allem in Deutschland waren die Zuschauer von Mr. Bean und seinen aberwitzigen Abenteuern begeistert.

Eine lange Tradition

Rowan Atkinson sieht sich heute nicht mehr als Clown, für ihn war Mr. Bean mehr. Er sah sich in seiner bekanntesten Rolle in der langen Tradition der Komiker wie Buster Keaton, Laurel und Hardy und vor allem Charlie Chaplin, den Atkinson bis heute verehrt.

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Ulrike Dietz