Urlaub im Kloster – die Hektik bleibt draußen

Die heutige Zeit ist hektisch und wird vom Stress bestimmt, kein Wunder, dass immer mehr Menschen dieser Tretmühle entkommen wollen und sich eine Auszeit nehmen. Hinter dicken Klostermauern ist es einfach, den Alltag mal zu vergessen, denn wer Ruhe sucht, der findet sie im Kloster.

Wellness und Spiritualität

Ein Kloster ist längst keine abgeschiedene Welt mehr, in der Nonnen und Mönche nichts anderes tun als beten und schweigen. Die modernen Klöster von heute haben den gestressten Menschen für sich entdeckt und bieten neben der ersehnten Ruhe auch gleich ein Wellnesspaket an. So zum Beispiel das Kloster der Dominikanerinnen in Bad Wörishofen, wo die Gäste neben der wohltuenden Stille auch gleich mit Heubädern und Kräuteraufgüssen verwöhnt werden. Askese und Entbehrung waren gestern, von den 3.000 katholischen Klöstern, die es in Deutschland noch gibt, setzen bereits mehrere Hundert auf die faszinierende Mischung aus Wellness und Spiritualität, und das kommt sehr gut an.

Eine kleine Auszeit

Die Klöster von heute haben Nachwuchsprobleme und müssen sich etwas einfallen lassen, um zu überleben. Wie in Bad Wörishofen, so bieten immer mehr Klöster in ihren Mauern eine Wellnessoase an und bieten ihren Gästen die Möglichkeit, sich in einer besonderen Umgebung vom Stress und der Hektik des Alltags zu erholen. Zwar leben die Schwestern immer getrennt von ihren Gästen und gehen auch nach wie vor ihrem Ordensleben nach, aber wer ein Gespräch sucht oder beten möchte, der findet immer einen Ansprechpartner.

Keiner muss fasten

Wer sich für einen Urlaub im Kloster entscheidet, der muss keine Angst vor einem leeren Magen haben, denn niemand muss während des Aufenthalts im Kloster fasten. Dreimal am Tag steht ein üppiges Essen auf dem Tisch, das in der Klosterküche gekocht wurde und wer am Abend einen Bummel durch die Stadt machen will, der kann das selbstverständlich auch gerne tun.

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Ulrike Dietz