CarUnity – Jedem sein Opel mit Carsharing

Mit einer neuen App kann man seinen Privatwagen nun vermieten

Carsharing ist ja ein Schlagwort, das gerade in letzter Zeit immer öfter zu hören und zu lesen ist. Doch nun will ein Hersteller das Geschäft mit der Vermietung von Autos nicht mehr nur entsprechenden Firmen überlassen. Opel hat für Deutschland ein neues, individuelles Carsharing-Konzept entwickelt und gerade gestartet. Der Dienst heißt CarUnity und besteht aus einem offenen Netzwerk für alle Automarken. Privatleute können damit ihr Fahrzeug mit anderen teilen – für Stunden oder sogar Tage.

Und so funktioniert es

CarUnity funktioniert mittels einer App, die es für Smartphones und Tablets  gibt. Für die Betriebssysteme iOS und Android kann sie kostenlos heruntergeladen werden. Damit können Privatautobesitzer nun deutschlandweit ihre Fahrzeuge über das System verleihen. Ziel ist es, die Auslastung vorhandener und zugelassener Autos zu erhöhen. Abgesehen davon, kann jeder in Zukunft so mit seinem Fahrzeug auch noch etwas Geld verdienen. Als ein ganz neuer Ansatz, dass Autos nicht nur die Haushaltskasse belasten, sondern nun auch einen Beitrag dazu leisten. Die Vermieter, die mittels App von Opel ihr Fahrzeug weiter geben, können sich komplett selbst aussuchen, an wen sie ihren Wagen vermieten wollen. Zum Beispiel an die eigenen Freunde, die sie bei Facebook haben. Wer sich jetzt fragt, wie sich die Sache mit dem Vermieten versicherungstechnisch gestaltet, der kann beruhigt sein. Die vermieteten Autos haben über die R+V Versicherung eine Haftpflicht, die ja für die Nutzung deutscher Straßen gesetzliche vorgeschrieben ist. Um hier im wahrsten Sinn des Wortes auf Nummer Sicher zu gehen, sollten die Autobesitzer trotzdem auch ihre eigene Versicherung über die Vermietung informieren.

Carsharing für alle als Konzept des Herstellers

Laut Opel geht es um eine nachhaltige Nutzung vorhandener Autos, was ja bekanntlich die Ressourcen schonen soll. Die Nutzung und Anmeldung bei der App – sowohl für Vermieter als auch für Mieter – ist denkbar einfach und nimmt nur ein paar Minuten in Anspruch. Die Kosten für die Inanspruchnahme des Autos legt der Vermieter bei CarUnity selbst fest und kassiert auch die Gebühr, die der Mieter des Wagens zahlen muss. Sobald ein Angebot eingegeben ist, erhält der jeweilige Autofahrer eine Preisempfehlung, an die er sich halten kann oder auch nicht. Durchschnittlich lagen die Preise für einen Kleinwagen während der Testphase bei 50 Euro pro Tag.

Formalitäten sind einfach strukturiert

Sobald sich Vermieter und Mieter einig sind, wird der Autoschlüssel und der Fahrzeugschein persönlich überreicht. Vorher sollte sich der Vermieter allerdings den Führerschein seines Vertragspartners zeigen lassen. Dann kann es für den Mieter des Wagens auch schon los gehen. Besonderheiten gilt es in jedem Fall zu beachten – so etwa zahlt der Mieter die anfallenden Benzinkosten ebenso wie einen allfälligen Strafzettel.

Auch Mini ist am Konzept interessiert

Auch Mini hat nun ein neues Carsharing Konzept präsentiert. Dieses wird im nächsten Jahr auf den Markt kommen – allerdings nur in den USA. DriveNow, der Carsharing Dienst von BMW soll dann für alle diejenigen zur Verfügung stehen, die ihren Mini gerade nicht benötigen oder selbst fahren. Wer derzeit einen Mini probeweise fahren möchte, der kann ihn in mehreren deutschen Städten bei den Verleihstationen von Sixt mieten. Dabei handelt es sich logischerweise nicht um Privatfahrzeuge.

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Maik Justus