Zu Hause den Pfeffer wachsen lassen

Wenn man jemanden dorthin wünscht, wo sprichwörtlich der Pfeffer wächst, dann ist nicht der eigene Garten gemeint, sondern eher die Insel Madagaskar, wo der Pfeffer bekanntlich sehr gut gedeiht. Pfeffer kann aber auch ein echtes Highlight im eigenen Garten sein, denn es ist nicht allzu schwer, auch in unseren Breitengraden Pfeffer anzupflanzen und dann zu ernten.

Die Aussaat

Die Pfefferpflanze fühlt sich normalerweise in den nördlichen Regionen der Erde nicht sonderlich wohl. Wenn das Thermometer unter 18° Grad fällt und die Luftfeuchtigkeit nicht hoch genug ist, dann sinken die Chancen, dass man auch Pfeffer ernten kann. Wer aber in seinem Garten ein kleines warmes Gewächshaus oder einen Wintergarten hat, der kann theoretisch auch Pfeffer anpflanzen. Das passende Saatgut für den Anbau von Pfeffer kann man sowohl in einem Gartenmarkt, aber auch in gut sortierten Supermärkten bekommen. Wichtig ist es aber darauf zu achten, dass der Samen der Pfefferpflanze nur für eine begrenzte Zeit keimfähig ist.

Nach dem Kauf muss man den Pfeffer so schnell wie eben möglich auch aussäen und eine Aussaat ist, wenn die Pflanze in einer geschützten Umgebung steht, das ganze Jahr über möglich.

Welcher Standort ist ideal?

Wer im eigenen Garten, im Wintergarten oder auch im heimischen Wohnzimmer Pfeffer anpflanzen will, der sollte die Pflanze in einem Gemisch aus Erde und Sand aussäen, denn in dieser Mischung kann der Pfeffer besonders gut gedeihen. Gegossen werden sollte nicht einfach mit Wasser aus der Leitung, der Pfeffer mag weiches Wasser, deshalb ist Regenwasser eine sehr gute Idee. Von Natur aus wächst der Pfeffer wie eine klassische Kletterpflanze und daher sollte auch der Pfeffer im Garten oder im Wintergarten eine Hilfe zum Ranken bekommen, an der die jungen Pflanzen ihren ersten Halt finden.

Wann kann der Pfeffer geerntet werden?

Wenn alles gut geht und der Pfeffer die optimale Pflege bekommt, dann können die Früchte, die im Aussehen an kleine Beeren erinnern, sogar zweimal im Jahr geerntet werden. Man sollte aber immer darauf achten, dass die Pfefferkörner erst dann geerntet werden dürfen, wenn sie auch wirklich reif sind. Wer sich für den schwarzen Pfeffer entschieden hat, der kann an der roten Färbung der Früchte deutlich erkennen, dass die Körner reif sind. Ihre typisch tiefschwarze Farbe nehmen sie jedoch erst an, wenn die roten Körner getrocknet werden.

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Fällt die Wahl auf weißen Pfeffer, dann beginnt die Zeit der Ernte immer dann, wenn die Früchte leuchtend rot sind. Nach der Ernte werden die Körner dann für einen Zeitraum zwischen acht Tagen und zwei Wochen in ein Wasserbad gelegt. Wenn sich das rote Fruchtfleisch gelöst hat, dann sind die Körner schneeweiß und können getrocknet werden. Eine Ausnahme macht der grüne Pfeffer, denn er kann auch geerntet werden, wenn er noch nicht reif ist. Nach der Ernte kann man die Körner entweder pikant einlegen oder gefriertrocknen, dann nach Bedarf mit dem Mörser zu Pfefferpulver verarbeiten oder als ganze Körner verwenden.

Wenn die zweite Ernte der Pfefferkörner in den Herbst fällt, dann muss die Pflanze im Sommer ca. alle zwei Wochen gedüngt werden. Im Winter braucht der Pfeffer allerdings wenig Wasser und sollte in der kalten Jahreszeit auch nicht mehr gedüngt werden.

Eine dankbare Pflanze

Wer sich für den Pfeffer im eigenen Garten entscheidet, der hat seine sehr dankbare und vor allem auch eine sehr langlebige Pflanze. Pfefferpflanzen können bei guter Pflege bis zu 30 Jahre alt werden, dazu müssen allerdings die Rahmenbedingungen perfekt sein. Pfeffer ist zudem sehr robust, und Schädlinge sowie Krankheiten aller Art können der Pflanze nichts anhaben. Wer die Pfefferpflanze vermehren will, der kann das mit Stecklingen tun und auch das ist beim Pfeffer kein großer Aufwand.

Bild: © Depositphotos.com / withGod

Maik Justus