Wo Karnevalsflüchtlinge Ruhe finden

Die Karnevalsfans stehen schon in den Startlöchern, denn der Höhepunkt der närrischen Zeit ist nicht mehr weit. Aber nicht jeder möchte schunkeln, trinken und singen, viele sind vom närrischen Treiben in der „fünften Jahreszeit“ einfach nur genervt. Wer in den karnevalistischen Hochburgen wie Mainz, Düsseldorf oder Köln lebt und nicht mitfeiern will, der wird in Deutschland viele schöne Ziele finden, wo Karnevalsflüchtlinge willkommen sind.

Kein Karneval an der Küste

Mecklenburg-Vorpommern ist so etwas wie eine karnevalsfreie Zone, denn selbst wenn es rund 80 Karnevalsvereine gibt, an der Küste ist es ruhig. Städte wie Anklam und Sternberg sollten zwar gemieden werden, denn dort gibt es eine aktive Karnevalskultur, aber der Rest des Bundeslandes hat mit den tollen Tagen eher wenig am Hut. Ein Wellness-Wochenende an der Ostsee kann eine schöne Alternative für alle sein, die mit Kamelle und Funkenmariechen nichts übrig haben.

Einsam auf der Hallig

Karneval? Auf den Halligen in der Nordsee ist das kein Thema. Nur in den Grundschulen der Halligen feiern die Kinder ein bisschen Karneval, aber ansonsten geht das Leben auf Hooge, Oland und Langeneß seinen gemütlichen Gang. Alle, die die Ruhe schätzen, dem Karneval entfliehen möchten und sich den frischen Wind um die Nase wehen lassen wollen, sollten zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch auf eine der kleinen Halligen flüchten.

Keine Pappnasen in Sachsen und Brandenburg

Die Sachsen lieben zwar ihren Fasching, aber wer ins Elbsandsteingebirge fährt, der bekommt davon nichts mit. Während in Dresden und Meißen kräftig gefeiert wird, ist es im schönen Bad Elster oder auch in Bad Brambach sehr ruhig und beschaulich. Eine Wanderung durch das sehenswerte Gebirge ist genau das Richtige, um die närrischen Tagen zu vergessen. Das gilt auch für Brandenburg, denn in der Uckermark oder im Oderbruch will man vom Fasching nichts wissen. Hier können die Karnevalsflüchtlinge bei einem guten Essen, einem Besuch in einer Therme oder bei langen Spaziergängen in aller Ruhe abwarten, bis sich die närrischen Wogen wieder geglättet haben.

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Ulrike Dietz