Welchen Luxus bieten sieben Sterne Hotels?

Einmal in einem der schönsten Luxushotels auf dieser Welt wohnen – diesen Traum haben viele, die jetzt ihren nächsten Urlaub planen. Fünf Sterne sollte dieses Hotels schon haben, aber warum sich mit fünf Sternen zufriedengeben, wenn es auch sieben Sterne Hotels gibt? Was hat es mit diesen geheimnisvollen sieben Sterne Hotels auf sich? Sind sie wirklich so luxuriös und sind fünf Sterne nicht eigentlich die Grenze? Offiziell ist tatsächlich bei fünf Sternen Schluss, aber es gibt sie trotzdem, die Hotels, die inoffiziell sieben Sterne haben.

Die teuersten Hotels der Welt

Es gibt weltweit einige sieben Sterne Hotels, die auf dem Messingschild am Eingang aber nur fünf Sterne haben. Das „Aman“ in Venedig gehört zu diesen Hotels und auch das „Burj al Arab“ in Dubai, das als sieben Sterne Hotel in vielen Reiseführern angepriesen wird. Das Hotel „Aman“ liegt in exponierter Lage direkt am Canal Grande, es gibt sich von außen eher unscheinbar, ist von innen aber sehr elegant und sehr edel. Das „Burj al Arab“ ist durch seine einzigartige Form die an ein Segel erinnert von außen unverkennbar, von innen bietet das Hotel sichtbaren Luxus im Überfluss. Auch das „Emirates Palace Hotel“ in Abu Dhabi, das „ Shangri-La Bosphorus“ in Istanbul und das „Town House Galleria Hotel“ in Mailand gehören zu den sieben Sterne Hotels, ganz offiziell haben diese Hotels aber immer nur fünf Sterne.

Was bieten sieben Sterne Hotels?

Hotels mit sieben Sternen sind eine echte Klasse für sich, denn für den verwöhnten Gast kommt nur das Edelste und das Teuerste infrage. Im „Burj al Arab“ warten goldene iPads auf die Gäste und auf jeden Gast kommen acht persönliche Butler. Selbstverständlich steht ein Limousinenservice zur Verfügung, der den Gast mit einem Rolls-Royce vom Flughafen ins Hotels fährt. Erstklassiger Service. Exklusivität, aber auch Individualität erwartet die Gäste im Hotel „Aman“ in der Lagunenstadt Venedig, Werbung muss das Hotel dafür nicht machen, eine Mund-zu-Mund Propaganda reicht vollkommen aus.

Die Sterne dienen der Orientierung

Das sieben Sterne Hotel ist eine Art Mythos und er zeigt eine gewisse Schwierigkeit bei der Differenzierung auf. Rein theoretisch wäre auch ein Hotel mit 13 oder mit 15 Sternen denkbar, aber das würde jeden Gast mehr und mehr verwirren. Der Kunde wäre nicht mehr in der Lage, die Unterschiede zu erkennen und eine Steigerung des Luxus ist nur bis zu einem gewissen Grad möglich. Die Hotelsterne sollen lediglich der Orientierung dienen, denn die vielen einzelnen Kriterien und auch die Ausprägungen werden zu einem Gesamtbild zusammengefasst. Die Beurteilung der Qualität wird durch das Sternesystem leichter verständlich gemacht und das macht es dem Kunden letztendlich einfacher, sich für ein bestimmtes Hotel zu entscheiden. Gültig ist die Klassifizierung nur für drei Jahre, dann werden die Karten neu gemischt.

Jeder kann, aber keiner muss

Es bleibt jedem Hotel selbst überlassen, ob es sich am Sterneverfahren beteiligen möchte oder nicht. Wer mit Sternen für sein Hotel werben will, der muss einen Erhebungsbogen ausfüllen, der dann elektronisch ausgewertet wird. Im Anschluss überprüft eine Kommission vor Ort, ob die gemachten Angaben auch der Wirklichkeit entsprechen, denn es gilt das Prinzip: Je mehr Sterne ein Hotel hat, umso mehr Kriterien müssen auch vorhanden sein. Aktuell gibt es 270 unterschiedliche Bewertungsmerkmale, die objektiv feststellbar sind. Zum Beispiel ist es ein Kriterium, ob es im Badezimmer einen Föhn gibt und ob der Kunde auch mit der Kreditkarte bezahlen kann. Ist die Rezeption rund um die Uhr besetzt und gibt es ein Frühstücksbüffet?

Was sieben Sterne Hotels ausmacht, das lässt sich mit klassischen Merkmalen nicht messen, denn diese Hotels spielen in einer anderen Liga. Wer einmal in einem solchen Hotel zu Gast war, der weiß, dass dort die normalen Bewertungsmerkmale keine Rolle spielen.

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Ulrike Dietz