Weihnachtsbaum mieten statt kaufen

Das Weihnachtsfest wird dieses Jahr ohne Schnee sein, doch ein feierlich geschmückter Weihnachtsbaum sorgt dennoch für eine weihnachtliche Atmosphäre. Jedes Jahr landen nach den Festtagen millionenfach Weihnachtsbäume auf dem Müll, doch das Düsseldorfer Unternehmen Happy Tree im Jahr 2014 gegründet, hat eine Alternative zum Wegwerfen geschaffen. Einen Weihnachtsbaum mieten statt kaufen. Im letzten Jahr wurden 400 Weihnachtsbäume in Düsseldorf und Köln vermietet. Dieses Jahr soll fast die zehnfache Menge vermietet werden. Das Angebot wurde in diesem Jahr nun auf 12 Städte ausgeweitet, wozu auch Hamburg und Hannover gehören. Wer die Umwelt schonen möchte, sollte einen Weihnachtsbaum mieten statt kaufen.

Weihnachtsbaum mieten statt kaufen

Einen Weihnachtsbaum zu mieten statt kaufen, sorgt für Nachhaltigkeit, weil weniger Müll produziert und die Umwelt geschont wird. Bei den Christbäumen von Happy Tree handelt es sich um Nordmanntannen einer niederländischen Baumschule. Die Nordmanntannen werden im Topf gezogen und für die Weihnachtszeit ausgepflanzt. Nach Weihnachten werden die Christbäume wieder eingepflanzt.

Im Jahr 2014 hätten Happy Tree zufolge ein Großteil der vermieteten Weihnachtsbäume überlebt. Die Quote soll mit neuen Anpflanztechniken auf bis zu 95 Prozent gesteigert werden. Im Gegensatz zu Deutschland lassen sich in der Schweiz und den Vereinigten Staaten von Amerika schon jahrelang Weihnachtsbäume mieten.

Die Miete für einen Happy Tree Weihnachtsbaum belaufen sich auf 65 bis 80 Euro, während der Kauf einer Nordmanntanne mit 18 bis 30 Euro erheblich günstiger ist. Auf der anderen Seite stärkt der Miet-Weihnachtsbaum den Umweltschutz.

Weihnachtsbaum ein Millionengeschäft

Der Weihnachtsbaum ist ein Millionengeschäft für die Baumschulen, Christbaumschmuck-Hersteller und Händlern von weihnachtlicher Baumdeko. In Deutschland wurden 2014 nach den Zahlen des Bundesverbandes der Weihnachtsbaumerzeuger jährlich rund 23 Millionen Weihnachtsbäume verkauft. Die Käufer können zwischen der Nordmanntanne, Rotfichte und Blaufichte wählen. Die Nordmanntanne kostet 20 bis 22 Euro, 11 bis 13 Euro sind für eine Blaufichte fällig und mit 7 bis 8 Euro zählt die Rotfichte zu den Schnäppchen unter den Weihnachtsbäumen.

Auf dem Markt für Weihnachtsbäume dominiert die Nordmanntanne mit rund 80 Prozent Marktanteil. Der überwiegende Teil der Nordmanntannen wird in Deutschland angepflanzt und nur 15 Prozent importiert. Die Nordmanntanne bietet mit ihren weichen Nadeln, dem gleichmäßigen Wachstum und langer Haltbarkeit enorme Vorteile gegenüber der Rotfichte und Blaufichte. Der Jahresumsatz der Weihnachtsbaumindustrie liegt bei über 600 Millionen Euro.

Zur Weihnachtszeit werden die Weihnachtsbäume mit Lametta, Christbaumkugeln, weihnachtlicher Deko, Figuren und einer Christbaumspitze geschmückt. Die Lichterketten verwandeln den Weihnachtsbaum in einen strahlenden Eyecatcher im Wohnzimmer. Weltweit ist der Christbaum schon seit rund 160 Jahren eine Tradition, die gepflegt wird und für weihnachtliche Stimmung sorgt.

Einen Weihnachtsbaum zu mieten, hat seine Vorteile vor allem für die Umwelt, auch wenn er drei bis vier mal teurer ist als wenn er bei einem Händler erworben wird. Der gemietete Christbaum egal ob Nordmanntanne, Blaufichte oder Rotfichte wird nach den Weihnachtstagen und Silvester abgeholt. Die Kosten für Abholung sind in der Miete enthalten und verursachen für den Weihnachtsbaum-Mieter keine Zusatzkosten.

Grüne Weihnacht erwartet

Die Meteorologen rechnen basierend auf ihren Prognosen für Weihnachten mit steigenden Temperaturen. Eine Grüne Weihnacht steht uns damit vor der Tür wie im Jahr 2013 als an den Festtagen bis zu 20 Grad Celsius waren und viele Menschen im T-Shirt statt dicken Wintermantel unterwegs waren.

Die Temperaturen werden an den Weihnachtstagen bei bis zu 14 Grad Celsius liegen und verhindern einen Schneefall. Das Wetter wird den Meteorologen mit Regen, Wolken und Nebel wechselhaft sein. Wer eine weiße Weihnacht erleben möchte, der sollte in die Berge reisen, um dort Ski oder Schlitten zu fahren.

Die Wahrscheinlichkeit für eine weiße Weihnacht ist mit über 95 Prozent am Brocken im Harz am höchsten, weshalb sich eine Reise für Winterfans dorthin lohnen könnte. Der Brocken ist 1114 Meter hoch, liegt im Mittelgebirge Harz und ist der höchste Berg im Norden Deutschlands.

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Andreas Kraemer