Mayotte – wo Europa exotisch ist

Mayotte – wo Europa exotisch ist

Auf der Speisekarte steht Blauschimmelkäse mit knusprigem Baguette, das Essen wird in bezahlt und das Taxi zurück zum hat ein französisches Kennzeichen – was sich nach anhört, ist in Afrika. Mayotte heißt die kleine, südlichste der Komoren und sie ist ein echter Geheimtipp. Der ungewöhnliche Mix aus Afrika und Europa, die herrliche Landschaft und die farbenprächtige Natur machen Mayotte so bemerkenswert.

Wo genau liegt Mayotte?

Die Insel Mayotte gehört geografisch zu Afrika, sie ist ein Teil der Komoren und liegt zwischen Madagaskar und Mosambik. Aus politischer Sicht ist sie aber ein Teil von Frankreich, und zwar als sogenannte Territoires d’Outre-Mer. Mayotte hat eine Hauptinsel, genannt „Grande Terre“ oder „Maore“, und eine Nebeninsel „Petit Terre“ oder „Pamanzi“. Dazu kommen noch einige kleine Inseln, die aber unbewohnt sind. Mayotte ist mit 375 Quadratkilometern recht klein, die Lagune, in der die Inseln liegen, ist jedoch dreimal so groß. Zudem wird Mayotte von einem 1200 Quadratkilometer großen Korallenriff umgeben, was eines der größten weltweit ist.

Anreise und beste Reisezeit

Wer aus Deutschland auf die Insel fliegen will, kann das mit der niederländischen Fluggesellschaft KLM oder mit Qatar Airways. Kenia Airways fliegt die Insel ebenfalls an, allerdings nur von Daressalam aus. Mit Air France gehen von Paris und anderen französischen Großstädten nach Mayotte. Da die Inseln französisches Überseegebiet sind, können Bürger der EU ohne Visum einreisen. Auf Mayotte herrschen das ganze Jahr über angenehme , in der Regel ist es zwischen 23° und 30° Grad warm. Der „kälteste“ Monat ist der August, dann werden nur 20° Grad erreicht. Die beste Reisezeit ist zwischen Mai und Oktober, da es in diesem Zeitraum kaum Regen gibt.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten

Wer nach Mayotte kommt, sollte unbedingt die schöne Hauptstadt Mamoudzou besuchen. Dort legen die Fähren an, die die Gäste vom Flughafen abholen, der auf der Nachbarinsel „Petit Terre“ liegt. Die Hauptstadt ist noch ganz im historischen Kolonialstil gehalten, insbesondere die Architektur ist sehenswert. Quirlig und bunt ist der „Place de Marché“, ein Marktplatz, auf dem neben frischem Obst noch Kunsthandwerk und wunderschöne Stoffe angeboten werden. Die eigentlichen der Inseln im Indischen Ozean sind aber die und die Welt unter Wasser.

Es gibt viel zu sehen

Kilometerlang sind die feinen Sandstrände, die flach in das glasklare Wasser abfallen. Das Wasser ist lauwarm und daher ideal, um zu schnorcheln und sich die Unterwasserwelt mit ihren mehr als 800 verschiedenen Fischarten anzuschauen. In Orange und Rot leuchten die Clownfische und die Doktorfische, grimmig schauen die Seeteufel aus, die keine Scheu vor Menschen haben. Dank des intakten Riffs fühlen sich Schildkröten, Delfine und sogar Wale rund um Mayotte sehr wohl.

Fazit zu Mayotte

Ein echtes Highlight ist der N’Gouja. Dort legen die grünen Meeresschildkröten ihre Eier ab und danach grasen sie in aller Ruhe auf den Seegraswiesen. Wer bei Flut schwimmen geht, kann die gepanzerten Echsen wunderbar beobachten. Ein weiteres Erlebnis ist „Islote de Sable Blanc“, eine Sandbank, die bei Ebbe einige Hundert Meter lang ist und bei Flut komplett in den türkisblauen Wellen des Indischen Ozeans verschwindet. Sehenswert ist außerdem das S-förmige Riff „Passe en S“ mit seinen 13 Tauchplätzen.

Bild: © Depositphotos.com / vectorfusionart

Nadine Jäger