Jagen in Deutschland – was ist erlaubt und was verboten?

Jagen in Deutschland - was ist erlaubt und was verboten?

Viele Menschen haben Angst vor dem zukünftigen Leben in den überfüllten deutschen Groß. Was passiert, wenn der Wohnraum nicht mehr reicht, wenn die Ressourcen an Nahrungsmitteln aufgebraucht sind und es zu Plünderungen kommt? Der Weg raus aus der vermeintlichen Zivilisation erscheint hier die einzig richtige Lösung. lassen sich nur in einer begrenzten Menge mit in ein einsames Refugium vielleicht im nehmen, was ist aber mit frischem Fleisch? Es ist zwar eine einfache Vorstellung, das Essen selbst zu erlegen, aber so einfach ist das Jagen in nicht.

Jagen in Deutschland ist nur in bestimmten Gebieten erlaubt

Wenn es um das Jagen in Deutschland geht, herrscht vielfach noch die irrige vor, dass damit nur die Jagd mit einem Gewehr gemeint ist. Unter einer Jagdwaffe versteht der Gesetzgeber auch Pfeil und Bogen sowie eine Armbrust. Die Ansicht, dass jeder zumindest das Recht hat, sogenanntes Niederwild im Wald zu jagen, wie beispielsweise Kaninchen, ist ebenfalls falsch. Gejagt werden darf grundsätzlich nur in ausgewiesenen Gebieten, den Jagdbezirken. Wie groß ein solcher Bezirk ist, legen die und der Bund fest. Handelt es sich hingegen um einen privaten Wald, dann bestimmt der Eigentümer, ob und wer dort jagen darf oder nicht. Das Gleiche gilt, wenn ein Bezirk oder ein Wald einer gehört.

Hohe Sicherheitsvorkehrungen

Jagen in Deutschland ist heute mit sehr hohen Sicherheitsvorkehrungen verbunden, was ganz besonders für alle Treib- und Drückjagden gilt. Bei diesen beiden Jagdmöglichkeiten ist eine Gruppe von Jägern und Treibern aktiv, um die Tiere aus ihren Behausungen oder Verstecken zu locken. Schon einige Tage vor der eigentlichen Jagd wird der Bezirk mit Flatterbändern abgesperrt und die Jäger stellen Hinweisschilder auf, die darauf hinweisen, dass eine Jagd stattfindet. Auf diese Weise besteht keine Gefahr, dass Jogger, Spaziergänger oder Radfahrer aus Versehen in die Schusslinie geraten. Zudem müssen die örtliche und die zuständige Forstbehörde über die anstehende Jagd informiert werden. Während der Jagd tragen die Jäger zudem gut sichtbare Schutzkleidung.

Nicht jeder darf den Jagdschein machen

Mal eben den Jagdschein machen, um anschließend auf die Pirsch zu gehen und als Selbstversorger leben – so einfach ist es nicht. Um den Jagdschein zu machen, ist ein Mindestalter von 16 Jahren notwendig, der Anwärter darf nicht vorbestraft sein und muss ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis vorweisen können. Menschen, die unter bestimmten Krankheiten wie Parkinson, einer starken Beeinträchtigung des Sehvermögens oder unter psychischen wie beispielsweise Depressionen leiden, dürfen keinen Jagdschein machen. Auch Alkoholabhängige oder Menschen, die süchtig nach Rauschmitteln sind, dürfen nach dem Gesetz keine Waffe tragen und keinen Jagdschein machen.

Fazit

Die Selbstversorgung im Wald muss sich auf das Sammeln von Früchten und Beeren beschränken, die Jagd ist tabu. Das Gleiche gilt im Übrigen auch für das Aufstellen von Fallen, was für die Tiere nicht nur eine grausame Quälerei darstellt, es erfüllt zudem den Tatbestand der Wilderei. Verboten ist es gleichermaßen, ohne Angelschein zu fischen. Dies gilt als Fischwilderei und wird ebenfalls mit einer hohen Geldbuße bestraft. Jagen ist mehr als nur Fleisch für den eigenen Kochtopf zu bekommen, es ist zugleich eine verantwortungsvolle Aufgabe, die an sehr strenge rechtliche Bestimmungen gebunden ist.

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Ulrike Dietz