Wie gefährlich ist Divertikulitis?

Blähungen, Schmerzen im linken Unterbauch, Durchfälle und Verstopfungen im Wechsel – das alles können Symptome für eine Divertikulose sein. Die Zahl der Erkrankungen steigt seit einigen Jahren vor allem in den westlichen Industrienationen immer wieder an. In der Gruppe der 40-60-Jährigen hat die Häufigkeit um 12 % zugenommen, bei den über 60-Jährigen sind es mittlerweile sogar 50 %, die an einer Divertikelerkrankung leiden.

Was ist Divertikulitis?

Bei einer Divertikelerkrankung handelt es sich um eine Ausstülpung des Darms, genauer gesagt um kleine sackförmige Ausbuchtungen in der Darmwand. In der Regel handelt es sich dabei um den Dickdarm, eine Divertikulitis kann aber auch an anderen Organen, zum Beispiel an der Speiseröhre auftreten. Wenn sich diese Ausstülpungen entzünden, dann kommt es zu massiven Problemen und dann spricht man von einer Divertikulitis.

Welche Ursachen gibt es?

Woher eine Divertikulitis kommt, ist noch weitgehend unklar, fest steht allerdings, dass die Ernährung eine große Rolle spielt. Vegetarier leiden sehr selten unter einer Divertikulitis, denn fettes Fleisch ist einer der möglichen Gründe, warum sich die Ausstülpungen am Darm entzünden und große Schmerzen verursachen. Menschen, die vegetarisch oder vegan leben, nehmen keine tierischen Fette zu sich und ihr Darm bleibt gesund.

Die richtige Ernährung

Gegen die akute Divertikulitis verschreibt der Arzt in der Regel ein Antibiotikum, aber es liegt am Patienten, ob die Krankheit auskuriert wird oder nicht. Um die Divertikulitis zu bekämpfen, hilft nur eine konsequente Umstellung der Ernährung. Vollkornprodukte wie auch frisches Gemüse und Obst sollten jetzt auf dem Speisezettel stehen. Wer nicht auf Fleisch verzichten will oder kann, der sollte Geflügelfleisch essen und auch Fisch in seine Ernährung einbauen.

Wird mit einer Umstellung der Ernährung kein Erfolg erzielt, dann kann eine Divertikelerkrankung auch operativ behandelt werden. In den meisten Fällen wird laparoskopisch operiert, das heißt, es gibt keine großen Narben und weniger Risiken für den Patienten.

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Ulrike Dietz